 Das Stück
"Tagträumer" ist eine lyrisch-sanfte Liebesgeschichte. Rose,
Verkäuferin in einem Billigladen, lernt dort Cliff, einen jungen
Lastwagenfahrer, kennen. Ein Aufeinanderprallen zweier amerikanischer
Archetypen, die Nachfolger der Cowboys und der "Saloondamen". Cliff geht zur
Kasse, und Rose wünscht sich, dass er zurückkommt. Und es passiert.
Rose hat Angst vor ihrer eigenen Courage, will wieder weg. Doch Cliff will mit
der Frau allein sein, unternimmt erste Annäherungsversuche. Rose befindet
sich in der Abwehr, und durch diese Abwehr zeigt sie immer mehr von ihrer
Person. Als er beschließt zu gehen, bittet ihn Rose, ihr seinen Pullover
zu schenken. Er tut es und verlässt sie. Doch irgendetwas hat Cliff an Rose
interessiert. Er dreht auf dem Highway um und führt zurück. Rose
liegt im Bett, trägt Cliffs Pullover und phantasiert, wie sie mit ihm im
Truck über die Berge fährt. Als er sieht, dass sie seinen Pullover
trägt, lässt er sich nicht mehr abschütteln. Mit wunderbarem
Einfühlungsvermögen nähert sich der Mann der Frau, dringt in ihre
Phantasie ein, phantasiert mit ihr zusammen über Wind, Sonne, Wärme.
Eine lyrisch, sanfte Liebesgeschichte! Mastrosimone gelingt es in seinem
Stück, das ernste Thema ohne Larmoyanz und mit großem Witz
abzuhandeln.
Rose
In einer etwas knappen Beschreibung heißt es: Rose ist frigide, hat keinen Geschmack und heult um tote Kraniche. Das gibt den Typ Frau aber nur sehr unzureichend wieder, denn Rose ist mehr, viel mehr. Die Verkäuferin im Penny- Markt, die sich nach Geschäftsschluss die aussortierten Lebensmittel zusammensucht, weil sie sich die teuren erst gar nicht leisten kann. Die Idealistin, die Tiere den Menschen vorzieht. Die Träumerin, die sich eine heile Welt vorstellt und von Cliff sehr unsanft in die Realität zurückgeholt wird.
Auf den ersten Blick wirkt Rose wie eine verschrobene Irre, doch tief in ihrem Innern sucht sie jemanden, der sie versteht, der ihr zuhört. Ihr zweites Ich Brenda verkauft sie zunächst so überzeugend, dass man meinen könnte, diese Person hätte es tatsächlich gegeben. Cliffs raubeinige Art lässt sie wanken. Sie beginnt zu fluchen, auch wenn ihr das bis zu diesem Zeitpunkt zuwider war. Der Trucker, der nur mal eben eine nette Nacht mit ihr verbringen wollte, kann sich nicht von ihr trennen. Man sieht, dass dort zwei Menschen füreinander bestimmt sind. Und am Ende, als sie gemeinsam vom Ozean träumen, kann man sich ihren letzten Worten nur anschließen: „So, so schön...“
Die Tagträumer- Erfolgsgeschichte
»Deutschland- Tournee 2006 (Premiere in Hameln)
»Gastspiel in Berlin (Theater am Kurfürstendamm)
»Zweite Deutschland-Tournee 2007/ 2008 (Premiere in Peine)
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